Fritz Sack: Die kritische Kriminologie ... #noG20

tagesaktuell dokumentieren wir noch einmal den guten Fritz Sack, kurz nach dem G20:

... "Die kritische Kriminologie - so kann man es auf den Nenner bringen - nimmt nicht Kriminalität zum Ausgangspunkt, sondern Prozesse der Kriminalisierung. "Kriminalisieren" heißt, von sich aus nicht die Anwendung von Regeln, sondern die Setzung. Mit einem Urteilsspruch oder auch mit einem polizeilichen Intervenieren in gesellschaftliche Abläufe werden neue Wirklichkeiten etabliert. Neue Wirklichkeiten geschaffen. Und nicht die Anwendung von Regeln observiert oder sanktioniert. Also das, was viele Leute nicht so akzeptieren können und nicht akzeptieren wollen: Dass mit der Intervention eines Polizisten ein Eingriff und eine Etablierung und eine Setzung von Wirklichkeit und nicht eine Sanktionierung von Wirklichkeit passiert. Also die konstitutive Bedeutung, die polizeiliches Handeln hat, das ist keine Reaktion auf eine Wirklichkeit, sondern eine Schaffung von Wirklichkeit."...

Das gesamte Gespräch:
https://www.heise.de/tp/features/Die-Herrschaft-ueber-die-Wirklichkeit-h...

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