Loretta

Loretta

LO könnte sein: Lokal. R und A könnte sein: Radio. Was aber ist nun der Rest, nämlich ETT ? Wer ist ETT ? Stan vielleicht. Wir kämpfen seit Jahren für Stans Recht, Babys zu kriegen. Stan möchte auch nicht mehr Stan heißen, sondern Loretta. Womit wir beim Thema wären: Natürlich ist Radio Loretta frei. Also unkommerziell. Emanzipatorisch. Revolutionär. Fernsehn ist doof. Ja ja.

Freies Radio, das kann sein:
Raum für Kommunikation im Stadtteil.
Kompetentes Dilletantentum.
Widersprüche.
Konfrontation.
Nicht: Moderation. Unterhaltung, nicht zum Zweck der Vermarktung von Produkten.
Spaß. Radio vom Rest. (ETT sendet!)

Freies Radio löst sich vom gängigen Medienbegriff.
Alternativ-journalistisches Expertentum wäre nur dasselbe in grün.

Radio ist Verstärker - Diskurs-Verstärker.
Verstärker: Leute werden laut.
Diskurs: Vom Hören zum Sprechen zum Senden.
Verstärker: Mehr Leute werden lauter.

Radio: Macht Transparenz !

FSK kann Möglichkeiten einer Öffentlichkeit schaffen,
kann unter
Umständen ein sammelndes Medium sein.

Das Theatermagazin der Redaktion 3

Bei Fragen, Anregungen, Kritik Mail an buehnenworte [at] web [dot] de


buehnenworte [at] web [dot] de

Sing along with Derrida: Die Stimme ist das Bewusstsein

„Rede, damit ich dich sehe“, Sokrates

"Die Ohren sind auf dem Feld des Unbewussten die einzige Öffnung, die sich nicht schließen kann.“ Jaques Lacan

"Ein Mann rupft eine Nachtigall und sprach, da er nur wenig zu essen fand: 'Du bist nur eine Stimme und sonst nichts.'" Plutarch

Was hat es mit der Macht dieses Nichts der Stimme auf sich?

Diesmal werden wir Stimmiges und Unstimmiges, vielleicht auch anders Stimmiges von den Lessingtagen am Thalia zu Gehör geben: "Um alles in der Welt". Neben Lessings Emilia Galotti und Elfriede Jelineks "Die Kontrakte des Kaufmanns . Eine Wirtschaftskomödie" wird der Orientalist und Schriftsteller Navid Kermani sprechen - "Vergesst Deutschland. Eine patriotische Rede".


jorindereznikoff [at] t-online [dot] de
http://www.jorinde-reznikoff.de
Zu Besuch beim Prinzen von Saint-Germain (2)

Boris Vian verkehrte unter den Existenzialisten und Sartre sorgte dafür, dass er bei "Les Temps modernes" seine "Chronik des Lügners" veröffentlichen konnte. "Wenn Sartre als der ältere und berühmtere der Papst dieser Bewegung war, dann war Vian ihr Prophet", meint Nicole Bertolt. Doch verstand sich Vian überhaupt als Existenzialist? Darauf antwortet Christelle Gonzalo: "Sartre und Camus forderten von Künstlern ein politisches Engagement. Das Geschriebene sollte eine politische Bedeutung haben. Diese Auffassung teilte Vian nicht. Er schrieb, um den Menschen im Imaginären einen Ausweg anzubieten – durch Sätze, welche sie so noch nie gelesen hatten. Vian liebte zu spaßen, wenn er sagte: 'Für die Existenzialisten geht die Existenz der Essenz voraus, für mich gibt es keine Essenz.' " Und Nicole Bertolt fügt hinzu: "In 'Der Schaum der Tage' steht sinngemäß der Satz, dass das Glück jedes Einzelnen wichtiger sei als das Glück von Allen."


neopostpunk [at] fsk-hh [dot] org
Zu Besuch beim Prinzen von Saint-Germain (1)

Seit 1981 widmet sich die Fond‘Action Boris Vian seinem Schaffen, organisiert und unterstützt Forschungsarbeiten, Soiréen und Ausstellungen, kooperiert wie im letzten Jahr bei der Herausgabe von Vians Romanwerken in der französischen Klassiker-Reihe „La Bibliothèque de la Pléiade“, oder empfängt Medienleute wie uns, die begierig sind, mehr über Boris Vian zu erfahren. Wer gedacht hätte, Boris Vian habe sein Domizil im Existenzialisten-Viertel zwischen den Cafés „Le Flore“ und „Deux-Magots“ gehabt, sieht sich getäuscht. Vielmehr fuehrt unsere Spurensuche durch das ehemals wohl eher sündig verruchte Pigalle-Viertel in die Cité Véron, die sich in einer leicht zu uebersehenden Sackgasse direkt neben dem Moulin Rouge versteckt. In den Künstlerlogen dieses legendären Variété-Etablissements wohnte Boris Vian. Im von ihm eigenhändig umgebauten Appartement hat die Fond‘Action ihren Sitz und genau hier empfangen uns Nicole Bertolt und Christelle Gonzalo.


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Zu den Riots in England

sprach Moritz Altenried beim Arbeits- und Aktionskreis kritischer Studierender in Kiel am 15.12.2011 zum Thema Aufstände, Rassismus und die Krise des Kapitalismus: England im Ausnahmezustand. Im Veranstaltungstext heisst es: "Der Ausnahmezustand in England im Sommer 2011 hat Fragen gestellt, auf die bisher wenig überzeugende Antworten gefunden wurden. Die Versuche der Regierung, die Riots als „Kriminalität“ zu depolitisieren, wirken verzweifelt und bieten keine überzeugenden Erklärungen für die schwersten sozialen Unruhen seit mindestens 20 Jahren.
Das Buch interveniert in diese Debatte und arbeitet den politischen Charakter der Geschehnisse heraus. Wenn die Aufstände einen Ausnahmezustand darstellen, dann in dem Sinne, dass die revoltierenden Jugendlichen einen alltäglichen Ausnahmezustand sichtbar gemacht und teilweise umgekehrt haben. Dies ist der tägliche Ausnahmezustand, den die kapitalistische Gesellschaft für immer größere soziale Gruppen darstellt und der, so der italienische Philosoph Giorgio Agamben, konstitutiv für moderne Gesellschaften ist. Durch soziale Marginalisierung und Perspektivlosigkeit sowie Diskriminierung wird vielen die gesellschaftliche Teilhabe verweigert und klar gemacht, dass sie nicht Teil der neoliberalen „Big Society“ sind. Die Unruhen sind als Antwort darauf zu verstehen. Allerdings macht es die teilweise wahllose und oftmals (selbst-)zerstörerische Gewalt oft auch für die Linke schwierig, dies als eine explizit politische Antwort zu sehen. Das hat auch mit der fast vollständigen Verweigerung politischer Kommunikation seitens der revoltierenden Jugendlichen zu tun, die sich etwa in der Abwesenheit politischer Forderungen oder den Angriffen auf Journalist_innen und Übertragungswagen der Fernsehanstalten äußert. Diese Verweigerung politischer Signifikation ist Ausdruck tiefgreifender Subalternisierung und einer Krise des Politischen im Neoliberalismus. Gleichzeitig erschwert dies die Interpretation innerhalb vorgefertigter politischer Deutungsrahmen und verlangt eine komplexe Analyse.

Moritz Altenried ist Politik- und Kulturwissenschaftler und lebt in London und Berlin. Seine Interessen und Forschungsschwerpunkte umfassen Cultural and Social Theory, insbesondere post-strukturalistische und post-koloniale Ansätze, Rassismus, (Bio-)Macht, Theorien der Differenz und Repräsentationskritik sowie Politische Ökonomie. Darüber hinaus ist er in bildungspolitischen und antikapitalistischen Zusammenhängen aktiv und in den Kämpfen gegen Kürzungen in Bildungs- und Sozialbereich in England engagiert."

Das Buch erscheint im Februar im Verlag edition assemblage: http://www.edition-assemblage.de/


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Wir versuchen uns einen Überblick über den Fortgang der Debatte zu verschaffen...
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Wir schauen uns weiter um in den Clubs der Stadt...
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Wir schauen uns um in den Clubs der Stadt....
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Seit gut einem Jahr finden im Molotow regelmäßig einmal im Monat die FSK-Soli-DJ-Abende statt....

mehr als ein Anlaß, uns mit der Situation dieser legendären Club-Location auf der Reeperbahn zu befassen.... im Gespräch mit Andi Schmidt.


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