Redaktion 3

Noch bis zum 15.1.2017 zeigt das Ernst Barlach Haus die Ausstellung GEORGE GROSZ "Der große Zeitvertreib".

George Grosz hat "mit seinen Attacken auf Spießbürgertum, Politik, Militär und Klerus" mehrfach die Justiz provoziert, "die mit Gerichtsprozessen wegen Beleidigung, Gotteslästerung und 'Angriffs auf die öffentliche Moral'" reagierte. In seiner Autobiografie "Ein kleines Ja und ein großes Nein" (Schöffling & Co.) zieht er allerdings ein bitteres Fazit der politisch-kulturellen Kämpfe: "Wenn ich am sogenannten Fortschritt zweifle, so liegt das an meiner Lebenserfahrung. Lebte ich doch in einer Zeit, in der die süßesten Menschheitsverbrüderungsphrasen gedruckt und zugleich Massenkriege geführt wurden, wie in solchem Ausmaß nie zuvor in der Geschichte unseres Planeten. Es war Komfort und Selbstmord im größten Stil."


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