Neoliberalismus und autoritärer Staat

10.04.2008 - 08:00
10.04.2008 - 12:00
Kurzbeschreibung: 
Viel kann gemeint sein, wenn in aktuellen linken Debatten vom Neoliberalismus die Rede ist. Während er für die einen hauptsächlich eine Ideologie darstellt, die im Klassenkampf parteiisch auf Seiten des "Großkapitals" steht, benutzen ihn andere als Begriff, der alle Eigenschaften des aktuellen Zustands der Welt ausdrücken soll. Etwa in der Rede von der "neoliberalen Globalisierung". Dass er zudem auch in den Sonntagsreden von Pfaffen und Bundespräsidenten umhergeistert, legt nahe, dass damit noch längst nicht alle Bedeutungen erfasst sind. Den verschiedenen Anklagen ist gemeinsam, dass mit ihnen - entgegen der aktuellen Tendenz zur autoritären Formierung der Gesellschaft - einen "Bedeutungsverlust des Staates" entweder festgestellt, oder gar Bedauern darüber ausgedrückt wird. Dagegen - als Einspruch - soll hier die Rolle, die nicht zuletzt der faschistische Staat bei der Bildung der neoliberalen Theorie und Praxis spielte, in den Mittelpunkt gerückt werden.
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