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Ein Veranstaltungshinweis für den Montagabend: Feature „Der Klub der Widerspruchsuchenden“

Polens letzte Juden.

Wir hören und diskutieren das Feature „Der Klub der Widerspruchsuchenden“ von und mit David Kowalski

Montag 14.10 um 19.30 Jupibar/Gängeviertel

Warschau Anfang der 60er Jahre. Hier trifft sich jeden Donnerstag eine Gruppe Jugendlicher, um über die Verwirklichung der Versprechen des Sozialismus zu diskutieren. Dadurch stellen sie die polnische Staats- und Parteiführung infrage. Da viele der jungen Oppositionellen aus jüdischen Familien kommen, zeichnet die Parteiführung das Bild einer zionistischen Verschwörung: Die jüdischen Studierende würden im Auftrag Israels die polnische Gesellschaft unterwandern und schwächen wollen. Die Studierenden werden als Teil einer staatlich initiierten antisemitischen Kampagne inhaftiert, von der Universität ausgeschlossen, ihre Familienangehörigen verlieren ihre Arbeit. Menschen jüdischer Herkunft haben in Polen fortan keine Zukunft mehr. Etwa die Hälfte der noch 30.000 in Polen lebenden Jüdinnen und Juden verlassen 1968 aufgrund der antisemitischen Kampagne ihr Herkunftsland.

David Kowalski hat in seinem Buch „Polens letzte Juden. Herkunft und Dissidenz um 1968“ die Verschränkung von Herkunft, kommunistischer Hoffnung und sozialistischen Enttäuschungen in der polnischen Oppositionsbewegung um 1968 untersucht. Damit arbeitet er eine Episode vergessener Zeitgeschichte und auch ein Stück seiner eigenen Familiengeschichte auf. Foto: Jacek Lech

Gemeinsam wollen wir in der Jupibar das von David Kowalski und Markus Dichman für den WDR produzierte Radiofeature „Der Klub der Widerspruchsuchenden“ hören und mit dem Autor über die damalige und heutige Rolle des Antisemitismus in Polen diskutieren.

https://das-gaengeviertel.info/programm/veranstaltungsdetails/termin/201...
Im Rahmen von FreiGänge – eine Veranstaltungsreihe des Gängeviertels.

Einzeltäter (?) - dann ist auch Erdogan Einzeltäter

Die Darstellung des "lonesome wulf" findet gerne Verwendung, wo Breivik, der Münchener 18-jährige David Sonboly in München oder der Christchurch Killer wie der Angriff auf eine Synagoge in Pittsburgh vom April oder eben jetzt in Halle ihren scheinbaren Amok entfesseln.
Sowohl diese Darstellung als "Einzeltäter" als auch die Kennzeichnung als Amok gehen ins Leere. Wie und warum haben heute im WDR Mittagsmagazin Andreas Zick und Gila Lustiger aufgezeigt. Das Audio Zick ist hier: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-mittagsecho/audio-den-klas... Ein Áudio mit dem Beitrag von Gila Lustiger lässt wohl noch auf sich warten.
Zu Breivik verweisen wir noch einmal auf das NDR Feature https://www.ndr.de/info/sendungen/das_feature/Feature-Norwegens-Stunde-N.... Hier wird sehr deutlich der Prozess der Vernetzung solcher Täter herausgearbeitet, während die sozialpsyhologische Einordnung sich bei Theweleit lesen lässt: https://www.residenzverlag.com/buch/das-lachen-der-tater-breivik-u-a
Fehlt noch die Begründung zur Erwähnung Erdogan: Wir erinnern an die Lynchmorde des Mobs im türkischen Putsch, den entfesselten fanatischen Nationalismus auf Kundgebungen und nicht zuletzt an den Parlamentsbeschluß zum Angriff auf Rojava.

Alles richtig gemacht - oder wie die AfD heult

... "Ferner wurde auf dem Infotisch u. a. das Programmheft des linksextremistisch beeinflussten Radiosenders Freies Sender Kombinat (FSK) angeboten. Ein in der linksextremistischen Szene bekannter und vom Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz 17 Jahre lang observierter FSK-Reporter nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Die Werbematerialien lagen sowohl vor als auch noch nach der Veranstaltung für jeden Besucher zu Mitnehmen am gut einsehbaren Info-Tisch an der Eingangstür der Aula bereit. ...

Abbildung 18: Programmheft „Transmitter“ des linksextremistisch beeinflussten Senders FSK, der vor der Eingangstür zur Aula auf einem extra dafür bereitgestellten Info-Tisch am 2. September zum Mitnehmen ausgelegt wurde." ...

Das Ganze stammt aus einer Kleinen Anfrage der AfD gegen die Schüler*innen und die in der GEW organisierten Lehrer*innen der Max Brauer Schule. Dazu hatte die taz Hamburg informiert. https://taz.de/AfD-verpetzt-Schulen/!5627501/
Diese AfD Anfrage verweist darauf, daß es weitergeht: "Schafft ein, zwei drei, ganz viele Ida Ehre und Max Brauer Schulen!"

FSK Sondersendung am Freitag zum global earth strike

Kommenden Freitag den 20. September wird FSK ein Sonderprogramm zu den Klima Streiks aussenden. Schaltet ein, ab 16 Uhr sind wir on Air auf 93.0 mHz, 101.4 im Hamburger Kabelnetz und über den livestream. Unterwegs die Radios laut machen, Ghettoblaster ins Fenster oder Autoradio aufs Dach ...

Veranstaltungshinweis für Mittwoch zum Entwurf des Hamburger Polizeigesetzes

Am Mittwoch, 18. September um 19:00 Uhr findetim Hamburger Rathaus, Raum 151 "Fesseln, Spitzeln, Kontrollieren… Das neue Hamburger Polizeigesetz" ein Vortrag und eine Diskussion der Linkspartei statt. Podium:
Marie Bröckling, Redakteurin bei netzpolitik.org
Nathalie Meyer, wiss. Mitarbeiterin Fraktion DIE LINKE
Christiane Schneider, MdHB Fraktion DIE LINKE
Infos auch unter: https://taz.de/Neues-Polizeigesetz/!5610094/

Landestage to be

Mit diesen Wahlen ist es mit der Fassungslosigkeit vorbei. Es steigt die Wut. Eine kluge Wut wird gebraucht. Nicht die Ergebnisse sind es. Es ist die Repräsentation.
Mit diesen Wahlen läuft das feiste Grinsen des Uwe Barschel Verschnitts aus der AfD als auch das (selbst-)kontrollierte Gebaren des HJ'lers über alle zentralen Bildschirme und deren implante Moderationen.
Bleibt mit genannter Wut zu konstatieren. Während in Brandenburg das Ergebnis der Linkspartei als selbstverschuldet zu keiner weiteren Überprüfung des Bekenntnisses des Abstandes zur Politik veranlaßt ist das Ergebnis der Linkspartei in Sachsen insofern ein Zeichen der Hoffnung, als hier eine wirkliche Niederlage erzielt ist: Eine Niederlage der politisch-institutionellen Politiken auf allen Gebieten der Emanzipation, der Freiheit und der Menschenrechte. Aus der Ferne betrachtet waren das die Arbeiten der Tagespolitik mit denen Namen, Orte und Ereignisse verbunden sind – Kämpfe, die auch ohne oder mit geringerem parlamentarischen Anteil fortgeführt sein werden. Und das ist der Gewinn der Niederlage. Heißt und nennt sich Erkenntnis. Diese ist Klugheit und Voraussetzung zu ihr ist jene oben besprochene Wut.

GEDENKKUNDGEBUNG 2019 - 39 Jahre nach den rassistischen Morden am Sonntag, den 25. August 2019

Wir dokumentieren die Einladung der Initiative-chau-und-lan;

"GEDENKKUNDGEBUNG 2019
39 Jahre nach den rassistischen Morden

am Sonntag, den 25. August 2019
um 16.00 Uhr
in der Halskestraße 72, Billwerder


Chúng tôi xin kêu gọi sự hưởng ứng nhân ngày tưởng niệm hai anh NGUYỄN NGỌC CHÂU và anh ĐỖ ANH LÂN lần thứ 39 tại Halskestraße 72 Hamburg-Billbrook.

Wir versammeln uns in der Halskestraße 72 in Hamburg-Billbrook und erinnern an den 39. Todestag von Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân. Gemeinsam mit Angehörigen und Überlebenden des rechtsterroristischen Mordanschlags vom 22. August 1980 rufen wir auf, einen Gedenkort in der Halskestraße zu schaffen.

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