Weblog von nfsu

Das was geschehen ist lag nicht im Bereich des Vorstellbaren

Die Strategie der Verteidigung des Mörders scheint aufzugehen. Die Tat erscheint als die Tat eines Wahnsinnigen. Dieser aber hat über Jahre ein kalkuliertes Szenario aufgebaut in dessem Mittelpunkt der Mord, die Publizität und das politische Programm stehen. Schon die Nachrichten über den Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel ließen Schlüsse zu, wonach dieser Anschlag von dem Ablauf islamistischer Terroranschläge zu unterscheiden war.

Gibt es linken Antisemitismus?

Zu dieser Frage verlinken wir im folgenden aus zwei Blogs den historischen Beitrag von Eike Geisel: "Der hilflose Antisemitismus".
http://blog-der-wendungen.blogspot.com/
http://haskala-bayern.blogspot.com/2011/06/eike-geisel-der-hilflose-anti...

Was die Hilf- und Begriffslosigkeit angeht, deren tiefe historische Verwurzelung, so sei auf einen Nebenstrang verwiesen, der sich im heutigen "ND" widerspiegelt; "Der Sieg - eine Kette von Niederlagen". Zur "Ästhetik des Widerstands" in der DDR...

Heute auf FSK: Griechenland akut

Alle gegen Jede - Die Gesellschaft zerfällt.
Das Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen im Gespräch mit Ralf Dreis.

Sächsisch-extremistisches Hausrecht

Sachsen als Bundesland hat einiges zu bieten: In Dresden die Stürmung von Büros, in Lübeck CS Gas und Kirchensturm, in Leipzig und in weiteren Städten gestern Hausdurchsuchungen mit 400 beteiligten Polizist_Innen. Schon seit geraumer Zeit gibt es dort Mittelstreichungen für Initiativen, Projekte, Organisationen, Vereine und Verbände welche sich einer "Extremismusklausel" nicht unterwerfen mögen. In der Summe alles Ergebnisse der "Extremismusdiskussion".

Witjastiefe 3 startet

Freie Radios sind zu allererst real existierender Freiraum in Zeiten kapitalistischer Zeichenhohheit. Damit wird freies Radio zu einem wichtigen Ort von Fragestellungen: Es sind Projekte, die auf dem Feld öffentlicher Diskussion agieren. Und damit geht es um ganz andere Formen der Kommunikation, als das warenförmige Angebot besonderer Schmeckerlis. Unter dieser Prämisse starten am Dienstag den 6.4. ab 10 Uhr das Freie Senderkombinat Hamburg und Radio CORAX Halle mit Witjastiefe 3 eine gemeinsame Magazinsendung. Diese wird in beiden Städten gleichzeitig gestaltet und ausgestrahlt.

Das Verfahren gegen Andrej Holm ist eingestellt!

Wie soeben bekannt wird, hat die Bundesanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Andrej Holm eingestellt. Der Anfangsverdacht habe sich nicht erhärtet, so zu lesen bei einstellung.so36.net. Für Andrej Holm und die ihm nahe Stehenden gehen damit drei Jahre Verfolgungsdruck, zeitweise Untersuchungshaft und Durchsuchungen mit vorgehaltener Waffe zu Ende.

Schläger verhindern eine Filmvorführung: Zur Deutung eines Gewaltdiskurses

Am 25. Oktober sollte im Kino B-Movie der Film Claude Lanzmanns "Pourquoi Israel" gezeigt werden. Mit dem Einsatz von körperlicher Gewalt haben Angehörige des Zentrums B5 die Aufführung verhindert. Die Vorgänge sind inzwischen wohl bekannt und sind daher hier nur kurz skizziert. Zumal: In Zyklen wiederholen sich derartige Angriffe und die Anzahl der in tätliche Erscheinung getretenen Schläger in Hamburg hat sich über die vergangenen Jahre erhöht. Zur Begründung dieser gewalttätigen Diskursabwehr führten sie (die B5) anschließend im Internet an:

"Der Zionismus erweist sich als rassistisches Projekt, künstlich soll der jüdische Charakter gewahrt werden..."

"Wir wissen, welche Leute uns am 25. Oktober gegenüber standen: stadtbekannte Antideutsche, darunter ein Bahamas-Autor und Teile von FSK, die seit Jahren auf verschiedenen Ebenen internationalistische Politik bekämpfen. Es gehört oft zur Strategie von Antideutschen, sich selbst nicht so zu bezeichnen..."

"Der Bezug der Antideutschen auf Lanzmann ist kriegsverherrlichender Natur und nicht, wie gerne behauptet wird, seine Leistungen in der Resistance gegen die deutschen Faschisten."

Der Film thematisiert die Existenz des jüdischen Staates aus der persönlichen (Erzähl-) Perspektive von Überlebenden der Shoa. Somit nimmt der Film eine implizit zionistische Position ein, indem er die Existenz Israels als Staat der Überlebenden sowie der weltweit potentiell bedrohten Jüdinnen und Juden legitimiert. Das ist das Thema des Films, nicht mehr und nicht weniger.

In Hamburg hat sich die Polizei zu einem politischen Apparat verselbstständigt

Seit ca. einem Jahr verfolgt die Hamburger Polizei eine ganz eigene Politik, die sich dadurch auszeichnet, den innenpolitischen Teil des Koalitionsvertrages in wesentlichen Punkten zu unterlaufen.
Die Maßnahmen dieser Politik waren bis auf Weiteres und ganz unvollständig:
Auflösung von Demonstrationen; Durchprügeln von Nazi Aufmärschen um jeden Preis; Inszenierung von Krawallen (beim Schanzenfest nicht zum ersten Mal); Angriff auf einen Stadtteilrundgang; Blockierung von Demonstrationen; Einprügeln auf SchülerInnen; Erstürmung der Roten Flora...

Zu den Gewalt Auseinandersetzungen nach dem Schanzenfest

Kurzmeldung aus der heutigen Sitzung des Innenausschusses der Hamburger Bürgerschaft

Online hören

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