Mondo Bizarro

Punkrock Radio Special
Do, 15.11., 17-19 Uhr > FSK

Na endlich mal wieder, zum ersten Mal in diesem Jahr, unser heissgeliebtes 6x6 Special! 6 Bands / Alben knöpfen wir uns vor, suchen jeweils 6 Songs heraus und schauen ob die Platte in ihrer Gesamtheit was taugt. Mit dabei sind u.a. Sick of it All, Svalbard, Sniffing Glue, Braunkohlebagger und mehr!

http://mondobizarro.de

transmitter 1118 online

Jetzt online: der aktuelle Transmitter, die Programmzeitschrift des Freien Sender Kombinats. In Kürze kostenlos in vielen Cafés, Bars, Kneipen, Spelunken, Büchereien, ... zu finden. Als FSK-Fördermitglied könnt Ihr Euch den Transmitter jeden Monat nach Hause schicken lassen.

Zum Download als PDF hier klicken. Unser digitales Transmitter-Archiv findet Ihr unter www.fsk-hh.org/transmitter.

"Bestimmt der Spiegel nun, wer jüdisch ist?"

Bei Belltower News - Netz für digitale Zivilgesellschaft ist gestern ein lesenswerter Kommentar erschienen:

"In der aktuellen Ausgabe des Spiegels heißt es, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, Wolfgang Seibert, sei ein Hochstapler da er kein echter Jude sei. Vieles an dieser Enthüllungs-Geschichte ist problematisch. Ein Kommentar zur Demontage des „gefühlten Juden“ von Rosa Fava."

Link: http://www.belltower.news/artikel/bestimmt-der-spiegel-nun-er-juedisch-i...

Dokumentation: Stellungnahme von RA Alexander Hoffmann zu den Vorwürfen gegen den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Pinneberg

Im Folgenden dokumentieren wir eine Stellungnahme von Rechtsanwalt Alexander Hoffmann aus Kiel vom gestrigen Freitag:

Vorwürfe gegen den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Pinneberg Wolfgang Seibert, DER SPIEGEL Nr. 43 / 20.10.2018, Artikel: „Der gefühlte Jude"

Als Rechtsanwalt des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Pinneberg, Wolfgang Seibert, nehme ich zu den im Magazin „Der Spiegel" erhobenen Vorwürfen wie folgt Stellung:

Nach Rücksprache mit Herrn Seibert und auf meine Empfehlung hin, wird dieser keine eigene öffentliche Erklärung zu den Vorwürfen abgeben. Bezugspunkt für Herrn Seibert ist die Jüdische Gemeinde Pinneberg. Es besteht kein Interesse an einer öffentlich geführten Debatte über die Frage, wer legitimes Mitglied einer jüdischen Gemeinde sein darf und wer nicht.

In dem hier in Rede stehenden Spiegel-Artikel wird Wolfgang Seibert vorgeworfen, er sei nicht jüdisch geboren, vielmehr sei er ein „Betrüger und Hochstapler". Es wird Bezug genommen auf angebliche Kirchenbücher und Hausstandbücher, aus denen sich ergeben soll, er sei evangelisch geboren. Nun ist es der besonderen Geschichte der Juden in Deutschland geschuldet, dass der Nachweis der jüdischen Abstammung oft nicht eindeutig zu erbringen ist. Oftmals fehlen Dokumente, wurden Unterlagen zum Schutz vor Verfolgung gefälscht, liegen Bescheinigungen vor, die kaum zu überprüfen sind.

Unbestritten ist: Es liegt eine nicht angezweifelte Bestätigung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt vor, aus der sich ergibt, dass Wolfgang Seibert vom 10.10.1972 bis 31.10.1977 und vom 13.12.1977 bis 18.11.1982 Mitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main war. Der jüdische Status von Herrn Seibert wurde aus Anlass der Gemeindegründung in Pinneberg im Jahr 2002 erneut überprüft und bestätigt. Bei dem damaligen Amtsantritt des Landesrabbiners wurde der Status wiederum überprüft und bestätigt. Ein drittes Mal wurde der Status aus Anlass einer Zählung der Gemeindemitglieder im Jahre 2016 überprüft und bestätigt.

Mondo Bizarro

Punkrock Radio Special mit Bulli
Do,18.10., 17-19h > FSK

Yeah, große Freude. Wir haben nichts unversucht gelassen (Erpressung, Nötigung, Bestechung) um den Punkrock Tausendsassa endlich in unsere Sendung zu bekommen. Nun ist es endlich soweit, der Bulli kommt uns im Studio besuchen. Seine Vita reicht vom Bitume Rowdy, Klo-Reparateur, Disco//Oslo Bassist, Alarmsignal Gitarrist zum Antikörper Export Labelchef, bärtigem Designer und ehemaliger Biervernichter. Gefundenes Fressen denken wir!

https://www.antikoerper-export.com/
http://mondobizarro.de

Bulli und die Bullies

29. Lesbisch Schwule Filmtage hh: #mybodyispolitical 16. – 21. 10. / Sondersendung

Dienstag, 16. um 13 Uhr
Ein Spezial von fiction for fairies & cyborgs

:: bildwechsel Schwarmsichtung :: am Mittwoch, 17. 10. ::
Ein Gespräch mit *durbahn (Künstlerin/Archivarin).

Eröffnet und angerissen werden Fragen nach: der Archivgeschichte, Resonanzräumen zwischen analogen und digitalen Sammlungen, Repräsentationen/Erfahrbarkeiten, sowie der Bedeutung eines
widerständischen, feministischen Ortes.

https://www.bildwechsel.org/index.html

:: Schwärmerei für die Brasilianische Rapperin und Trans*Aktivistin,
Linn da Quebrada und die Dokus: „Bixa Travesty“ und „Meu Corpo é Politico“ ::

:: NachTbarFieber ein Feature für den autonom organisierten Party-Ort des Festivals::

Erdogan in Hamburg?, Gauland in Ankara? oder Horst Seehofer in Seenot? KONKRET Auslieferung getoppt!

Aus aktuellem Anlaß hier zwei Stellungnahmen von der homepage des Monatsmagazin KONKRET:
KONKRET
verboten

Liebe Leserin, lieber Leser von konkret,

Die Oktober-Ausgabe der Monatszeitschrift ist nicht am 28.9. in den Handel gekommen. Das Pressegrosso, Monopolist für die Auslieferung von Zeitschriften, weigerte sich, die Zeitschrift, die auf dem Titelbild die Schlagzeile „Deutschlands Nazis“ und den Untertitel „Die Schläfer erwachen“ mit Hakenkreuzen auf der Krawatte eines Naziführers illustriert, auszuliefern. Begründung: „Der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation verstößt gegen § 86 a StGB. Für den nicht politisch bewanderten, das Magazin nicht kennenden Beobachter ist nicht auf Anhieb eine eindeutige Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zu erkennen.“

Das Gesetz, beschlossen um die Werbung für nationalsozialistische Organisationen mit NS-Kennzeichen zu verhindern, wird hier gegen Kritiker und Gegner von Nazis in Stellung gebracht. (Zur Information über die rechtliche Bewertung des „Vertriebsverbots“ siehe die Stellungnahme des konkret-Anwalts Oliver Tolmein, die hier eingesehen werden kann.)

Heute, am 28.9. haben sich die Anwälte des Grossos nach Prüfung der Ausführungen unseres Anwalts entschlossen, das Heft für den Verkauf freizugeben, stellen es aber ins Ermessen des Händlers, ob er dies macht. Das bedeutet faktisch, dass das Heft nicht überall zu haben sein wird. Wir haben in unserer Not noch eine zweite Titelseite zum Überkleben an den Handel geschickt – ohne Hakenkreuze. Nach Aussage des Vertriebs MZV soll konkret jetzt ab dem 5.10. in der einen oder anderen Fassung im Handel erhältlich sein.

Den Verlag bedroht dieses Verbot in seiner Existenz. Unterstützen Sie uns und machen Sie einen zweiten Anlauf um die Zeitschrift zu erwerben und die einzige linke Publikumszeitschrift der Bundesrepublik vor dem Aus zu bewahren.

Gremliza fragt

Kann mir mal wer sagen,

warum die Fußballarenen in Dortmund, Stuttgart, Dresden, Berlin, Bremen, Hamburg und so weiter von Nazis dominiert werden, die Stadien in St. Pauli oder in Freiburg aber nicht?

Gestern wurden die Anhänger des FC St. Pauli („Wir sind Zecken, asoziale Zecken, schlafen unter Brücken oder in der Bahnhofsmission“), die mit ihrem Intelligenzquotienten locker fünfzig Punkte über den tiefergelegten Ultras des HSV rangieren, von diesen als lebensgroße Puppen, angemalt in den Vereinsfarben der Paulianer, überall in der Stadt an Bäumen aufgehängt. Die Sportjournaille, fast noch verkommener als das Feuilleton, zieht die Totalitarismus-„Theorie“ und erkennt „ein Zeichen, wie tief der Hass zwischen den gewaltbereiten Anhängern des HSV und den Kiezkickern ist“, setzt also rechts und links, die Mordlust der HSV-Nazis und die Menschenfreundlichkeit ihrer Opfer gleich. Ganz so als wären „wir Deutsche“ in Hamburg und ganz Deutschland ganz wie „wir Deutsche“ in Chemnitz. Sieht so aus, als wäre es so. Wenn wir von diesem Befund den SC Freiburg ausnehmen, dessen Trainer Christian Streich 2015 zur sogenannten „Flüchtlingskrise“ gesagt hat: „Jetzt geht es darum, dass man sich den Menschen öffnet, dass man sie empfängt, dass man Ängste abbaut. Es geht oft um die Angst vor dem Anderen und die Angst vor dem Fremden. Das kann man bei sich selbst beobachten. Es geht darum, andere Denkweisen kennenzulernen.“ Und 2018 dabei blieb: "Ich habe zwar einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Ich bin ein Mensch, der einen Pass hat, in dem deutsch drin steht." Ein Mensch unter lauter Deutschen.

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