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Punkrock Radio Special: Mondo Bizarro vs Häschenklänge Radio

Radio Häschenklänge ist eine PunkRock Sendung auf dem Hochschulradio Aachen,
was liegt da näher als mit Mondo Bizarro eine gemeinsame Sendung zu machen? 2 Stunden lang gibt es gut durchgequirlten Punkrock, Hardcore und Verwandtes auf die Ohren. Infos zum Radio Häschenklänge gibt es hier: http://haeschenklaenge.twoday.net, Playlists und konkretere Infos wie immer auf www.mondobizarro.de


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Punkrock Radio Special: Punk, DC - Lesung

Am 19.3. war Julia Gudzent zu Gast im Hafenklang und hat Auschnitte aus der deutschen Übersetzung des Buchs von Mark Andersen und Mark Jenkins "Punk, DC - dance of days - Washington Hardcore von Minor Threat bis Bikini Kill" gelesen.

Wer an Punk denkt, denkt zuerst an London oder New York. Doch in keine Stadt wurde das weitere Verständnis von Punk zu Beginn der 1980er-Jahre so stark geprägt wie durch die Szene von Washington, DC. Hier entstand mit Minor Threat der Stil, der später »Hardcore« genannt wurde. Mit ihrem »positiven Denken« sorgten die Washington-Punks für eine Abkehr von Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung.

Die Zeitzeugen Mark Andersen und Mark Jenkins erzählen lebendig von der Szene ihrer Stadt. Etwa davon, wie mit den Bad Brains die erste afroamerikanische Punkband entstand, die Hardcore mit Reggae vermischte. Und davon, wie Minor Threat mit ihrem Song »Straight Edge« wider Willen eine ganze Jugendbewegung auslösten. Oder wie Ian MacKaye mit »Dischord« eines der politisch integersten Labels der Musikgeschichte ins Leben rief.

Gespickt mit O-Tönen von Musikern und Künstlern gibt das Buch einen tiefen Einblick in zwei Jahrzehnte Punkgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen. Wir erfahren von irrwitzigen Schlägereien zwischen Punks und Skins und davon, wie sich die Bad Brains mit ihrer Schwulenfeindlichkeit in der Szene ins Aus geschossen haben. Wir begleiten Ian MacKaye von seinen Tagen als kahl geschorener Teenager bis zum gereiften Musiker bei Fugazi, dem politische Ideale wichtiger als musikalischer Erfolg sind. Wir erleben den Aufstieg der Riot Grrrls als Gegenbewegung zum aggressiven männlichen Slamdance. Und wir erfahren ganz nebenbei von einem jungen Teenager namens Dave Grohl, der in der Washington-Szene seine ersten Gehversuche machte und sich zehn Jahre später bei einer Band namens Nirvana wieder fand.

»Punk, DC« ist exemplarisch für die Geschichte vieler Szenen, nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt. In dem Buch, das sich streckenweise spannend wie ein Krimi liest, verlaufen die Fäden deshalb auch in alle nur erdenklichen Richtungen - zur kalifornischen Punk-Bewegung rund um Black Flag und Hüsker Dü, zum New York Hardcore und zur Szene in Seattle, deren Musik Anfang der 1990er Grunge getauft wurde...

Die deutsche Übersetzerin des Buches (erschienen im Ventil Verlag), Julia Gudzent, eine über die letzten Jahre in der Musikszene als Bookerin und Journalistin sehr aktive und umtriebige Szenekennerin, hat sich an diesem Abend noch musikalische Verstärkung hinzugezogen: Den Kanadier Greg MacPherson, der sich in der Tradition der Agit-Pop Protest Writer sieht.

Wir übertragen an dieser Stelle die komplette Lesung und den musikalischen Auftritt MacPhersons.


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