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Poplinke versus Bushido oder: Wie die Comics in die FAZ kamen Teil 1: Popkultur und Hochkultur. Der Vortrag von G.J. in der Hamburger Weltbühne am 12. Dezember

Die Frage, wie die Comics in die FAZ kamen, ist zunächst eine Anspielung auf die Ende 2005 / Anfang 2006 zeitgleich von FAZ und BILD-Zeitung lautstark beworbenen Comic-Reihen, wobei die FAZ-Reihe "Klassiker der Comic-Literatur" heißt.
Die Frage, wie die Comics in die FAZ kamen, ist nicht einfach die Frage, wie Poplinke aus dem SPEX-Millieu zur FAZ kamen (was ja erstaunlich genug ist und worüber nirgend gesprochen wird). Diese Frage soll vielmehr zunächst daran erinnern, daß das Frankfurter "Kampfblatt des Kapitals" noch bis 1993 ausschließlich Hochkultur in seinem Feuilleton geduldet hat. Wenn dort jetzt neben der nach wie vor obligatorischen Premierenkritik auch Comics besprochen werden, dann ist das durchaus eine relevante Auskunft über die deutschen Zustände nach der deutschen Vereinigung. Ein Politikum ist es auch, wenn ein Blatt wie die FAZ plötzlich alle jene Bands bejubelt, die auf dem Deutschpop-Label u. A. nach Heiligendamm surfen.


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Poplinke versus Bushido oder: Wie die Comics in die FAZ kamen. Teil 1: Popkultur und Hochkultur (Vortrag vom 12. Dezember 2005)

Die Frage, wie die Comics in die FAZ kamen, ist zunächst eine Anspielung auf die Ende 2005 / Anfang 2006 zeitgleich von FAZ und BILD-Zeitung lautstark beworbenen Comic-Reihen, wobei die FAZ-Reihe "Klassiker der Comic-Literatur" heißt.

Die Frage, wie die Comics in die FAZ kamen, ist nicht einfach die Frage, wie Poplinke aus dem SPEX-Millieu zur FAZ kamen (was ja erstaunlich genug ist und worüber nirgend gesprochen wird). Diese Frage soll vielmehr zunächst daran erinnern, daß das Frankfurter "Kampfblatt des Kapitals" noch bis 1993 ausschließlich Hochkultur in seinem Feuilleton geduldet hat. Wenn dort jetzt neben der nach wie vor obligatorischen Premierenkritik auch Comics besprochen werden, dann ist das durchaus eine relevante Auskunft über die deutschen Zustände nach der deutschen Vereinigung. Ein Politikum ist es auch, wenn ein Blatt wie die FAZ plötzlich alle jene Bands bejubelt, die auf dem Deutschpop-Label u. A. nach Heiligendamm surfen.


Eine dreiteilige Sendereihe auf FSK von Günther Jacob. Teil 2: Politische Linke und Pop-Linke. Die Rekonstruktion der nicht aufgezeichneten Diskussion im Anschl

Was unterscheidet die Pop-Linke von der politischen Linken? Warum hat die Pop-Linke eine sehr viel bessere Presse? Im Mittelpunkt dieser Sendung stehen Fragen, wieso aus einem millieuhaften Zusammenhang, der vor 1990 ein unpolitisches Konsumentendasein im Schatten des Kalten Krieges führte, nach 1990 ein role model der etablierten Kulturmacher (Volksbühne, Suhrkamp etc.) wurde, warum ihre Vertreter bei Joschka Fischer vorsprechen konnten, warum sie Posten in Kulturstiftungen und beim Hauptstadtjournalismus bekamen und warum ihre Literatur, Kunst und Musik ganz hoch in die Charts schoß. Anders gefragt: Weshalb Deutschland sie plötzlich brauchte?


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Eine dreiteilige Sendereihe auf FSK von Günther Jacob. Teil 3: Bushido. Ein Zusammenschnit aus verschiedenen Vorträgen

Von der BILD-Zeitung über EMMA und Süddeutsche sind - von der Bundesprüfstelle ganz abgesehen - alle gegen ihn. Aber liegt das wirklich an seinen "krass" homophoben und frauenfeindlichen Battle-Raps? Die BILD-Zeitung beispielsweise, die massiv gegen Bushido vorgeht, berichtet regelmäßig im Bushido-Stil von Frauen als "Boxenludern". Auch die von Bushido massiv gedisste Pop-Linke muß reichlich heucheln, wenn sie den Sexismus von Bushido verurteilt. Sie hat sich vom Antisemitismus von Public Enemy niemals den Hip Hop Konsum und von der Aufforderung jamaikanischer Raggamuffins zum Mord an Schwulen niemals den Spaß am Downbeat verderben lassen. Doch gegenüber Bushido, der als Vertreter eines niedrigwertigen migrantischen Proll-Pops wahrgenommen wird, für welchen der Kunstvorbehalt nicht gelten soll, spielen offenbar auch verschwiegene Motive eine Rolle.


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