Sendung: Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen

Lief bereits

Der Fortgang im "Elbchaussee Prozeß", nichtquittierte Funksprüche und Männer mit Sonnenbrille und Cappi

Der aktuell stattfindende sogenannte Elbchaussee Prozeß hat mehrfach eine starke Aufmerksamkeit erfahren. Das Gericht entließ vier der fünf Angeklagten aus der Untersuchungshaft, gegen den Willen der Staatsanwaltschaft. Dieser wiederum entsprach das Gericht mit den Ausschluß der Öffentlichkeit bis zu den Schlußplädoyers und im weiteren Verlauf waren Aussagen des Gerichts zu der Zuverlässigkeit der Zeug*innen der Polizei ein vorläufiger Höhepunkt mit einem Raunen in der Stadt.
Nun liegen bemerkenswerte Mitschriften aus dem Prozeß vor. Hier einige Momente:

Wenn man lebenslänglich weiß, was es heißt den Freund sterbend in den Armen gehalten zu haben,

weiß man, was lebenslänglich ist.
Nanni Balestrini hat diesen Tod aus den Schüssen des demokratischen Kapitalismus beschrieben. Nanni Balestrini hat es vermocht, sein Herz weiterzugegeben. Wir verneigen uns.

Heute Nacht um 00.00 Uhr auf FSK: Der Millern Ton Podcast 62 "Aber die Ultras"

Ein tiefgehendes Gespräch zu Beziehungen im Stadion des FC St. Pauli und zentralen Informationen zum "Derby", dem Heimspiel von Pauli gegen den HSV. http://millernton.de/2019/03/20/mt062---aber-die-ultras/

Veranstaltungshinweis für den Freitag abend: Warum starb Tonou Mbobda? Justice For Mbobda ‏ @Justice4Mbobda

17.05.2019 18:00 – 20:00 Akonda- Podiumsdiskuission
Was ist im UKE passiert? Warum starb Tonou Mbobda?
Akonda-eine-Welt-Café, Wohldorfer Str.30, 22081 Hamburg, (Barmbek).
Mit der U-Bahn von der U2 Dehnheide 10 Minuten Fußweg.

Gäste:
- Frau Milicent Adjei, Sozialökonomin, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Arc-Afrikanisches Bildungszentrum e.V.
- Frau Golnar Sepehrnia, Referat für internationale Studierende (RiS)
- Herr Raoul Tacou, Mitglieder von Civil Engagement of Cameroon in Hamburg(CECAMH
- Herr Martin Dolzer, deutscher Politiker(Die LINKE)

2 Veranstaltungen am Montag - leider zeitgleich

Wir empfehlen für den Montagabend:
St. Pauli Museum im Stadion unter der Gegengerade - “Kameradschaft Blaulicht”? Rechte Netzwerke in den Sicherheitsbehörden. Info-Veranstaltung mit Martina Renner und Christiane Schneider. 6. Mai um 18:30 - 21:30

Vortrag und Diskussion
Montag, 6. Mai 2019 von 19:00 bis 21:00. Sauerkrautfabrik Harburg - SKF - Kleiner Schippsee 22, 21073 Hamburg.

Zu dem UKE Mord verweisen wir auf zwei weitere Veröffentlichungen

Document:
a.)
"Hamburg, 27.04.2019
OFFENER BRIEF AN DAS UNIVERSITÄTS-KLINIKUM EPPENDORF
zum tödlichen Angriff auf Bruder Tonou-Mbobda durch „Security-Kräfte“ des UKE

Am 21.04.2019 kam es im UKE zu einem gewalttätigen Übergriff durch drei „Security-Kräfte“ gegen den Patienten Tonou-Mbobda aus Kamerun, in dessen Rahmen ihm auch gegen seinen Willen eine Spritze injiziert worden ist.

Der Betroffene musste im Anschluss eine Stunde lang reanimiert werden, es kam zwischenzeitlich zum Herzstillstand, und er lag seit der Reanimation in einem künstlichen Koma.

Dokument: Klage gegen Kersten Artus vollständig zurückgewiesen

Wir dokumentieren dazu die Pressemitteilung von pro familia Landesverband Hamburg e.V.:

"P R E S S E M I T T E I LU N G
Zum Urteil des Landgerichts Hamburg vom 26. April

Heute hat die Pressekammer des Landgerichts Hamburg entschieden, dass Kersten Artus, Vorsitzende von pro familia Hamburg und Mitglied des Unterstützungskomitee für Kristina Hänel und allen anderen nach § 219a StGB angeklagten Ärzt*innen, den Namen Yannick
Hendricks in Zusammenhang mit seinen Anzeigenaktivitäten gegen Ärzt*innen, die über Schwangerschaftsabbrüche informieren, nennen und verbreiten darf. Auch das Verbreiten von Presseberichten, in denen das Gemälde gezeigt wurde, das einige Tage an der Frontseite der Roten Flora abgebildet war und entfremdet sein Gesicht zeigte, war zulässig. Die Klage Hendricks‘ wurde vollständig abgewiesen.
Das schriftliche Urteil liegt uns noch nicht vor, wir stellen es aber nach Eingang (voraussichtlich nächste Woche) gerne zur Verfügung

Kersten Artus:
„Ich freue mich, dass meine Auffassung bestätigt wurde, den Namen Yannick Hendricks in Zusammenhang mit seinen Anzeigen gegen Ärzt*innen nach § 219a StGB nennen zu können, und fühle mich nach den Wochen der Unsicherheit erleichtert. Auch dass das Bild seines
Gesichts, das Anfang Februar für einige Tage an der Roten Flora gemalt worden war, verbreitet werden darf, werte ich als gute Bestätigung, zumal ich ja auch nur Presseartikel weiterverbreitet hatte. Ich bedanke mich bei allen, die mich ideell und materiell unterstützt haben. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass der § 219a aus dem Strafgesetzbuch verschwindet und Ärzt*innen freie Informationsrechte erhalten.“

RA Dr. Björn Elberling fügt hinzu:
„Wir sehen uns durch die Entscheidung des Landgerichts in unserer Auffassung vollständig bestätigt: Wer, wie der Kläger hier, sich als politischer Aktivist betätigt, kampagnenhaft Ärzt*innen anzeigt und so tief in das Leben ungewollt Schwangerer eingreift, kann sich eben nicht auf einen Anonymitätswunsch zurückziehen. Die dringend notwendige und intensiv geführte Debatte über die Reform der §§ 218 ff und § 219a StGB führt eben auch zu einem erheblichen öffentlichen Interesse an dem Kläger als eine der Personen, die sie maßgeblich mit ausgelöst haben.“"

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