Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen

Siesta Service: Steve Reich. Eine Collage von Radio Corax | Dschungelfunk: Der Fall Distomo

12.00 Uhr:
Steve Reich. Eine Collage von Radio Corax im Gespräch mit Olaf und Hering und Roger Behrens

Im Zweifel für den Zweifel und dann zur Roten Armee übergehen

Siegfried Lenz' in den 50'er Jahren an German Angst verweigerter Roman "Der Überläufer" ist posthum erschienen. Darin soll ein deutscher Soldat die Hauptfigur darstellen, der sich seiner Entscheidung des Gewissens stellt und zur Roten Armee/den Partisan*innen übergeht und auf deren Seite kämpft. Heute erscheint dieser Roman zu Zeiten des deutschen Endsieges und wird sicherlich zu diesem Zweck ausgiebig gefeiert werden. Nichtsdestotrotz gibt er ein Beispiel für die immer bestehende Möglichkeit des Vaterlandsverrats. Einen Auszug großartiger Literatur hat das Abendblatt gedruckt, so hoffen wir, zumindest aber im Netz dargestellt.

Bandenbildung am Hamburger Hafen

Mit einem Polizeiüberfall in eine Wohnung der Hafenstrasse hinein eskalierte die Hamburger Polizei die seit über einem Jahr kontinuierlich anhaltenden rassistischen Kontrollen rund um die Häuser. Bei diesem Einsatz wurde die Wohnung und die sich darin aufhaltenden Menschen massiv mit Pfeffergas besprüht und verletzt. Eine Person wurde aus der Wohnung herausgeschleift und zusammen mit einer weiteren Person festgenommen. Zeug*innen beobachteten Schläge und Tritte der Polizei gegen die Zwei auf dem Weg in die Polizeifahrzeuge. Ein Polizist soll in friendly Pfefferfire geraten sein.
Vor einigen Tagen hatte die Polizei mit später konstruierter Begründung („Warum wir hier sind, lest ihr morgen in der Zeitung“) die wenige Meter vom Tatort entfernte „Hafen VoKü“ gestürmt und dort innerhalb der Räume selektive Ausweiskontrollen ausgeführt. http://www.freie-radios.net/74956 + https://linksunten.indymedia.org/de/node/167864

Deckungsgleich ist die Hamburger Polizei auch in Potsdam beschäftigt den ..gida's“ und der AfD der Stadt den Weg freizukämpfen:
http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Polizei-setzt-gegen-Randalierer...
http://www.pnn.de/potsdam/1042817/
"Pogida in Potsdam - 1000 Polizisten schützen 100 Rassisten und stürmen linke Kneipe"
http://www.freie-radios.net/75316

The evening goes GOLEM: Der Fall Ethel und Julius Rosenberg

Am 19. Juni 1953 wurde das Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg in den USA hingerichtet. Angeklagt hatte man die beiden KommunistInnen wegen (angeblicher) Atomspionage für die Sowjetunion. Der Fall war nicht nur Ausdruck des weitverbreiteten Antikommunismus, sondern er stellte auch ein Beispiel für Antisemitismus und sexistische Geschlechtervorstellungen dar. Mit Sina Arnold und Olaf Kistenmacher.
Mehr (Golem), Jungel-World-Artikel der Referent*innen, Ethel und Julius_Rosenberg

Von Olaf Kistenmacher ist jüngst zur Geschichte der deutschen Linkskommunist*innen erschienen: "Marcel Bois: Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung, 2014". (PDF unter dem Link)

Und davor am Nachmittag 15.45 Uhr auf dem Gänsemarkt / U2 / AfD Potential beobachten

"So formiert sich das Hamburger Bürgertum" titelte BILD Hamburg am 3. Februar. Morgen am 11. Februar nun möchte der "Dachverband Initiativen für erfolgreiche Integration Hamburg" vom Gänsemarkt zum CCH demonstrieren, wo der Bürgerschaftsausschuss zur Stadtentwicklung tagt.
Wenig beachtet und kaum analysiert stellt dieser Zusammenschluß von Bürgerinitiativen die Hamburg-spezifische Form der sozialen Bewegung dar, welche hier bisher nur unter Tarnmäntelchen ihr PEGIDA und AfD Dasein entwickelt. Insofern ist Spalierbegleitung erwünscht.

Das Sonnenblumenhaus - Am Donnerstag im Kulturhaus Dulsberg

Nachrichtlich:
"Donnerstag, 11.2.2016, 20 Uhr Das Sonnenblumenhaus

- Hörspiel von Dan Thy Nguyen mit anschließendem Gespräch - im Kulturhof Dulsberg - Alter Teichweg 200 - 22049 Hamburg - U1 - Alter Teichweg oderBus Linie 23 ab U/S - Barmbek."

"Wo sind unsere Mitschüler_innen?"

In Hamburg wollen Schüler*innen wissen, warum Stühle neben ihnen leer bleiben. Wir dokumentieren eine Pressemitteilung:

"Wo sind unsere Mitschüler_innen?

In den letzten Tagen, Wochen, Monaten bleiben auf den Schulbänken Plätze leer. Spinde, Fächer und Schränke, in denen zurückgelassene Sachen liegen, bleiben unsere traurigen Erinnerungen. Tagelang geht man in der Erwartung zur Schule, dass man diese Mitschüler_innen am nächsten Tag doch wiedersieht.

Was geschieht hier?

Im Kontext einiger Diskussionen zu der Situation in der Türkei, dem Krieg gegen die kurdische Bevölkerung, dem deutschen Bündnis

mit der kriegerischen Regierung dort und angesichts der erneuten Massenflucht aus Aleppo veröffentlichen wir hier einen Link "Selektive Empathie und gefährlicher Nationalismus: „Kurdische Terroristen, türkische Revolutionäre“?" und einen Text, welche zum Zeitpunkt der Gezi Park Proteste diese auf ihren nationalen Charakter hin untersuchen und beschreiben. Der Text ist die Übersetzung der Kolumne "Vor lauter Frühlingen sind die Winter vergessen worden" von Café Morgenland aus dem Juli des Jahres 2013.

"Gezi-Parkı Direnişi" Vesilesiyle Türkiye
Baharlar ve Kışlar

(06.07.2013 tarihinde Radyo FSK'da Almanca olarak yayınlandı. Dinle /İndir)

Bir aydan uzun bir süredir Türkiye’de – genellikle “Gezi Parkı Direnişi” adıyla anılan – kitlesel ayaklanmalar vuku buluyor. ‘Kitlesel ayaklanma’ tabiri bu bağlamda mâkul ve isabetli görünüyor, çünkü 28 mayısta patlak veren eylem dalgası hem kitlesellik hem de ayaklanma niteliklerini haiz. (İktidarın emniyet aygıtının verdiği bilgilere göre şimdiye kadar 5 milyonun üzerinde katılım gerçekleşti. Öte yandan eylemlerin şimdiye kadarki ortak paydası ve eylemcilerin ortak motifleri hükümet karşıtlığı olmakta ki bu hükümet karşıtlığı sadece barışçıl değil aynı zamanda aktif fizikî mukavemet, arbede tarzında da tezahür etmekte.)

Olivgrün ist auch eine Farbe

In Flensburg – ein Ort in den viele Szenegeflüchtlinke gezogen sind – ausgerechnet dort hat die wohl nächstgelegene Wagenplatzräumung, mit Sinnmerkmalen der Zerstörung des Sozialen Zentrums in Norderstedt mit dem entsprechenden Polizeiaufriss stattgefunden.

Hamburg wäre der dafür bevorzugte Ort gewesen. Daß dem nicht so war, ist einer der Gründe, aus denen der ehemalige Bezirksamtsleiter seit nun 4 oder 5 Jahren auf die Rückkehr aus dem „dass es ein Leben außerhalb der Politik gibt“ wartet. Einer der Gründe auch, die dem Wagenplatz Zomia Schanzenstarre verleiht.

Das, was in Flensburg geschieht, ist für Hamburg angezeigt mit dem Wechsel des Innensenators, angekündigt mit einem 3 Tage turn von Massenabschiebungen aus der Freien und Hansestadt, einem Abschiebegefängnis auf dem Flughafen und einem Rammbock für Hausdurchsuchung in der Nähe des Dammtorbahnhofes. Back to the nineties und zu Schill unter moderierter Führung eines Bezirksamtsleiters, dessen Qulifikationsmerkmal zu dem Amt des Innensenators die Polizeieinsätze gegen das KoZe gewesen sind.

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