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Ein Veranstaltungshinweis für den heutigen Donnerstag: GEWALT – MACHT – WIDERSTAND G20 – Streitschrift um die Mittel zum Zweck

Andreas Blechschmidt liest:
GEWALT – MACHT – WIDERSTAND
G20 – Streitschrift um die Mittel zum Zweck
reihe antifaschistischer texte, Unrast Verlag
https://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/gewalt-macht-widerstand-detail

Donnerstag, 20. Juni, Centro sociale, Sternstraße 2
https://www.centrosociale.de/2019-06-20/buchvorstellung-andreas-blechschmidt-gewalt-macht-widerstand-getr-nke-gibts-ab-1830

"Waren diese Ereignisse Vorboten eines kommenden Aufstandes oder Strohfeuer einer Revolte, die sich in der bloßen Konfrontation mit der Polizei erschöpft hat? Brennende Barrikaden und Autos, geplünderte Geschäfte sowie eine vorübergehende polizeifreie Zone haben zu unterschiedlichen politischen Bewertungen in der radikalen Linken geführt. Das Buch unternimmt den Versuch, die Hamburger Ereignisse des Juli 2017 mit Blick auf die militanten Aktionsformen zu analysieren. Dabei sollen unterschiedliche Vorstellungen über militante linke Politikkonzepte nicht als sich widersprechende Positionen begriffen werden, sondern als produktiver Streit um die richtige Strategie."

Im Zeichen der wieder entdeckten terroristischen Netzwerke: Die Neue Rechte - Strategien und Diskurse

Diskussionsveranstaltung mit Andreas Speit
Im Rahmen von FreiGänge - eine Veranstaltungsreihe des Gängeviertels, Mitveranstalter: FSK
19. Juni 2019, Mittwoch, 19:30
Fabrique im Gängeviertel (4. Stock), Seminarraum, Eingang über Speckstraße

Ausgehend von den Identitären stellt Andreas Speit Diskurse und Mobilisierungsformen der Neuen Rechten dar. Die Neue Rechte wird dabei sowohl als Bewegungsform als auch anhand ihrer Institutionen und publizistischen Organe untersucht. Als organisatorisches Gravitationszentrum hat sich die AfD etabliert. Gegenstand des Vortrags sind auch die ideologischen Vorläufer und Fundamente der Neuen Rechten in Gestalt der Konservativen Revolution.

In der anschließenden Gesprächsrunde soll die Situation in Hamburg, z.B. die Diskursverschiebungen nach rechts, wie sie am Beispiel der Denunzierung der Ida Ehre Schule aufgrund von Antifa-Aufklebern deutlich geworden sind, thematisiert werden. Weitere Beispiele dieser Diskursverschiebung sind eine spezifische Rede über Linksextremismus, die Anprangerung einer angeblichen Political Correctness und der Antifeminismus.

Document: Heute (Mo.) 20 Uhr Demo: Stoppt die rechte Gewalt!

"Vor zwei Wochen wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke erschossen aufgefunden. Wie die Polizei am Sonntag bekannt gab, wurde nun ein 45-Jähriger Neo-Nazi festgenommen, der dringend tatverdächtig ist. ..."
Zum mutmaßlichen Täter und dessen sozialer Umhüllung schreibt heute exif-recherche: Tatverdächtiger im Fall Lübcke ist bekannter Neonazi
Für einen konsequenten Antifaschismus! Aufruf zur Demonstration
Heute: Montag, den 17. Juni 2019, um 20:00 Start: Achidi-John-Platz 1 (vor der Roten Flora), Schulterblatt Hamburg Antifaschistische Gruppen Hamburg

STADTKULTUR HAMBURG Der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung in Hamburg teilt mit:

Hakenkreuzschmierereien im Eidelstedter Bürgerhaus
Nachricht vom 3. Juni 2019
Am Freitag, den 27. April und am Montag, den 3. Mai 2019 wurde das Eidelstedter Bürgerhaus mit Hakenkreuzen beschmiert. Diese politischen Symbole, die an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte erinnern, wurden auf die in diesem Zeitraum noch laufende Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ und auf eine Tür des Gebäudes gemalt.

Jetzt gleich in der FLORA ROT: Erinnern an die Dichterin Semra Ertan

Am 24. Mai1982 verbrannte sich Semra Ertan an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Str./Detlef-Bremer-Str. aus Protest gegen den zunehmenden Rassismus öffentlich verbrannt. Sie starb 2 Tage später. Die Künstlerin Cana Bilir-Meier (Semra Ertans Nichte) hat Erstans Geschichte in einem Film aufgegriffen, um ihre Erfahrungen als Teil einer kollektiven Erinnerung und Geschichte zu verorten.
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Düşler Ülkesi" von Cana Bilir-Meier im Kunstverein.
Mehr (Flora), Zur Ausstellung (Kunstverein)

Der Fortgang im "Elbchaussee Prozeß", nichtquittierte Funksprüche und Männer mit Sonnenbrille und Cappi

Der aktuell stattfindende sogenannte Elbchaussee Prozeß hat mehrfach eine starke Aufmerksamkeit erfahren. Das Gericht entließ vier der fünf Angeklagten aus der Untersuchungshaft, gegen den Willen der Staatsanwaltschaft. Dieser wiederum entsprach das Gericht mit den Ausschluß der Öffentlichkeit bis zu den Schlußplädoyers und im weiteren Verlauf waren Aussagen des Gerichts zu der Zuverlässigkeit der Zeug*innen der Polizei ein vorläufiger Höhepunkt mit einem Raunen in der Stadt.
Nun liegen bemerkenswerte Mitschriften aus dem Prozeß vor. Hier einige Momente:

Wenn man lebenslänglich weiß, was es heißt den Freund sterbend in den Armen gehalten zu haben,

weiß man, was lebenslänglich ist.
Nanni Balestrini hat diesen Tod aus den Schüssen des demokratischen Kapitalismus beschrieben. Nanni Balestrini hat es vermocht, sein Herz weiterzugegeben. Wir verneigen uns.

Heute Nacht um 00.00 Uhr auf FSK: Der Millern Ton Podcast 62 "Aber die Ultras"

Ein tiefgehendes Gespräch zu Beziehungen im Stadion des FC St. Pauli und zentralen Informationen zum "Derby", dem Heimspiel von Pauli gegen den HSV. http://millernton.de/2019/03/20/mt062---aber-die-ultras/

100 Jahre Abschiebehaft: Glückwunsch!

Die Mai 2019 Kolumne von Café Morgenland
100 Jahre Abschiebehaft: Glückwunsch!
- übersetzt in der Sprache der Eritreer: Yohanna, Das ist der Name der Frau, die dann die Nummer 288 bekam, ihr Kind wurde mit der Nummer 289 registriert. Von den 368 Menschen, die an jenem Abend des 3. Oktobers 2013 vor der Insel Lampedusa ertranken, waren 108 im Innern des gekenterten Kutters eingeschlossen. Darunter eine etwa 20-jährige Frau aus Eritrea, die noch ein Kind geboren hatte. Rettungstaucher fanden das tote Baby, noch an der Nabelschnur, in ihrer Strumpfhose. Leider hatten Yohanna und ihr Kind kein Glück.
Welches Glück?
- eine wärmende Decke in der kalten Nacht zu haben?
- das Glück, rechtzeitig vor dem Ertrinken, gefunden zu werden?
- das Glück, dass ihnen ein Arzt zur Seite gestanden hätte?
- das Glück, nicht in einem Schiffsbauch zu ertrinken und die Gewissheit zu haben, dass das Kind, auf das sie sich gefreut hat oder nicht ebenfalls sterben wird?
- das Glück, in einem anderen Land geboren zu sein und sich deswegen nicht auf die Flucht begeben zu müssen, die für so viele Menschen tödlich endet. Nach Zahlen von Pro Asyl: ein tödliches Ende für 6 von 100 Geflüchteten.

2014 starben weltweit auf der Flucht.6.305 Menschen
2015: waren es 5.286
2016: waren es 8.057
2017: waren es 6.142.

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